Die Feuerwehr Frankenburg - 140 Jahre im Einsatz

Die Freiwillige Feuerwehr Frankenburg wurde aufgrund vieler Brände des Marktes am 27. Mai 1876 durch Herrn Johann Sunkler (k.u.k. Postmeister) und Herrn Anton Kowlad (Lehrer) gegründet. Der Anfangsbestand der Freiwilligen Feuerwehr war eine Feuerspritze und 45 stolze Männer der Bürgerwehr.

Schon im Gründungsjahr wurde von der Kommune ein neuer Hydrophor, Marke Kernreuter, das modernste damals auf dem Markt befindliche Löschgerät, angekauft. Nach weiteren Modernisierungen von Spritzenpumpen und Hydrophor, begann nach dem zweiten Weltkrieg die Motorisierung. Das erste Fahrzeug war ein umgebautes Militärfahrzeug vom Typ Praga.

Im Jahr 1947 erhielt die Feuerwehr einen Rüstwagen der Marke Glöckner,1950 eine Motorspritze DKW und 1959 wurde ein Opel Blitz als zweiter Rüstwagen angekauft. Das erste Tanklöschfahrzeug wurde 1971, das Zweite 1986 in den Dienst gestellt.

Foto von 1959

links Opel Blitz (Bj. 1959), rechts Glöckner-Deutz (Bj. 1947)

Auch bei den Zeugstätten, oder damals auch Feuerhütten genannt, hat sich in den 140 Jahren einiges verändert. Diente am Anfang ein 1828 errichtetes, und 1882 renoviertes Gebäude an der Riederstraße als Unterkunft, wurde von 1950 – 1953 ein neues Zeughaus an der Hofbergstraße errichtet.

Foto von 1976

mit dem Zeughaus von 1953 - 2002, links VW Bus (Bj. 1976), Mitte Opel Blitz (bj. 1959), rechts TLF Mercedes Benz (Bj. 1971)

Fusion und Feuerwehr heute!

Am 15.03.1999 fusionierte die Feuerwehr Frankenburg mit der Feuerwehr Frein zur gemeinsamen Freiwilligen Feuerwehr Frankenburg. Nach der gelungenen Vereinigung wurde 2002 die neuerrichtete Einsatzzentrale an der Hauptstraße bezogen.

Dort stehen nun sieben Einsatzfahrzeuge und eine moderne Infrastruktur für die Einsätze bereit.

Foto von 2010

mit Einsatzzentrale und Fuhrpark

Aktives Bewerbswesen seit über 50 Jahren

Seit dem Jahr 1964 wird bei der Feuerwehr Frankenburg das Bewerbswesen, und seit 1966 die Feuerwehrjugend betrieben.

Somit konnten auch schon viele Erfolge bei Abschnitts-, Bezirks- und Landesbewerben gefeiert werden. Einige der größten Erfolge waren:

Jugendgruppe

bei einem Bewerb 1977

  • Oö-Landesbewerb 1995 Perg - 3. Platz/Bronze und 4. Platz/Silber
  • Landesbewerb 2000 Tirol – Sieger der Gästewertung in Silber
  • 2005 konnten im Beziks Vöcklabruck 7 von 10 Bewerben gewonnen werden
  • Oö-Landesbewerb 2008 in Freistadt – Landessieger/Bronze
  • Diverse Oö-Landesbewerbe Platzierungen in den ersten drei Rängen – z.B. zuletzt 2014 3.Rang/Bronze und 2.Rang/Silber
  • Teilnahme bei 8 Bundesbewerben
  • Oö-Landesbewerb 1970 in Schärding - Jugend 3.Platz/Silber
  • Oö-Landesbewerb 1985 in Wels - Jugend 1.Platz/Silber

Bewerbsgruppe 1968

beim Landesbewerb im Burgenland (Sieger in der Gästewertung Bronze und Silber)

Feuerwehrsportwettkampfgruppe Frankenburg (Oberösterreich 1)

Seit dem Jahr 1984 ist eine Sportwettkampfgruppe im Bezirk Vöcklabruck tätig. Seit der Anfangszeit sind Kameraden der Frankenburger Wehren Mitglieder. Seit dem Jahr 1995 wird die Gruppe ausschließlich von Frankenburger und Redleitner Feuerwehrmitgliedern gebildet.

Der Feuerwehrsportwettkampf ist als Leistungssport zu sehen. Bei vier verschiedenen Disziplinen sind Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Ausdauer gefordert. Die Disziplinen sind:

  • 100m Hindernislauf
  • Aufstieg mit der Hakenleiter
  • 4x100m Staffel
  • Nasslöschangriff

Sportwettkampf ist aber auch ein wichtiger Bestandteil der alle vier Jahre stattfindenden Feuerwehrolympiade der CTIF (Internationales technisches Komitee für vorbeugenden Brandschutz und Feuerlöschwesen).

Bei folgenden Olympiaden nahmen die Wettkämpfer aus Frankenburg teil:

  • 1985 Vöcklabruck (Österreich)
  • 1989 Warschau (Polen)
  • 1993 Berlin (Deutschland)
  • 1997 Herning (Dänemark)
  • 2001 Kuopio (Finnland)
  • 2005 Varazdin (Kroatien)
  • 2009 Ostrava (Tschechien)
  • 2013 Mülhausen (Frankreich)

Auch alle Österreichischen Rekorde sind im Besitz der Frankenburger Sportwettkampfgruppe:

  • 100m Hindernislauf: 17,30 sec. Thomas Purrer (FF Badstuben)
  • Aufstieg mit der Hakenleiter: 15,14 sec. Christian Huber (FF Pehigen)
  • 4x100m Staffel: 61,21 sec. Karl Dachs (FF Badstuben), Florian Eggl (FF Raitenberg), Christian Huber (FF Pehigen) und Stefan Hötzinger (FF Hörgersteig)
  • Nasslöschangriff: 24,25 sec. August Seiringer, Thomas und Philipp Preundler, Thomas Purrer (alle FF Badstuben), Anton Gasselsberger (FF Hörgersteig), Christian Huber (FF Pehigen) und Thomas Mairinger (FF Riegl)

Die nächste Feuerwehrolympiade der CTIF findet 2017 in Villach (Kärnten) statt.